

Der IELTS-Speaking-Test ist ein wichtiger Teil zur umfassenden Bewertung der Englischkenntnisse und für viele Kandidaten der nervenaufreibendste Abschnitt. In den drei Teilen (Selbstvorstellung und Alltagsfragen, Vortrag anhand der Cue Card, abstrakte Diskussion) werden Flüssigkeit, Wortschatz, grammatikalische Genauigkeit, Aussprache und logischer Aufbau des Kandidaten genau geprüft.
Doch selbst mit hohem Sprachniveau führen unnötige Punktverluste dazu, wenn man die Eigenheiten der Prüfung nicht versteht. Beispielsweise sind „zu kurze Antworten“, „unnatürliche auswendig gelernte Ausdrücke“ und „unklare Aussprache“ Fallen, in die viele Kandidaten gleichermaßen tappen. Diese entstehen nicht nur aus Wissensmangel, sondern häufig aus mangelnder Prüfungsgewöhnung und fehlender Strategie.
Dieser Artikel stellt anhand konkreter Beispiele typische Fehler vor, die Kandidaten beim IELTS Speaking häufig machen, und erklärt jeweils die passende Korrekturmethode. Der Fokus liegt besonders auf praktischen Punkten wie „wie man die Antwort erweitert“, „wie man ein natürliches Gespräch aufrechterhält“ und „welche Antwortweise beim Prüfer einen guten Eindruck hinterlässt“.
Sowohl für Personen, die den IELTS zum ersten Mal ablegen, als auch für alle, die bereits mehrfach angetreten sind und deren Punktzahl sich nicht wie gewünscht entwickelt, sind das Verständnis der Fehler und der Erwerb der Korrekturmethoden eine große Waffe. Mit der richtigen Strategie können Sie selbstbewusst in den Ernstfall gehen und sich Ihrer Zielpunktzahl annähern.
Häufiger Fehler: Viele Kandidaten beenden ihre Antwort auf eine Frage mit nur einem Wort wie „Yes, I do.“ oder „No, I don’t.“. Das wirkt als Gespräch unnatürlich und lässt weder Flüssigkeit noch Wortschatz erkennen.
Korrektur: Achten Sie darauf, in der Prüfung mit mindestens 2–3 Sätzen zu antworten. Nach der eigenen Meinung fügen Sie einen Grund und ein konkretes Beispiel hinzu, um den Inhalt zu bereichern.
Häufiger Fehler: Sagt man eine im Voraus vorbereitete Rede oder auswendig gelernte Phrase einfach so auf, fällt die Unnatürlichkeit sofort auf. Der Prüfer erkennt sofort eine „auswendig gelernte Antwort“ und senkt die Bewertung von Flüssigkeit und Spontaneität.
Korrektur:
Häufiger Fehler: Manche schauen nur auf den Tisch oder die Kamera und blicken den Prüfer nicht an. Das wirkt weniger wie ein Gespräch, sondern eher wie ein einseitiger Vortrag, und es fehlt die natürliche Kommunikation.
Korrektur:
Häufiger Fehler: Manche Kandidaten denken, sie müssten „die richtige Antwort sagen“, werden dadurch nervös oder verstummen. Doch IELTS Speaking ist kein Wissenstest.
Korrektur:
Häufiger Fehler: Aus dem Gedanken „Ich muss schnell antworten“ presst man Worte hastig zusammen, wodurch ein unnatürlicher Rhythmus entsteht.
Korrektur:
Bei Part 2 des IELTS Speaking hält man nach 1 Minute Vorbereitung einen 2-minütigen Vortrag. Viele Kandidaten empfinden diesen Abschnitt als am schwierigsten. Betrachten wir typische Fehler und ihre Korrekturmethoden.
Häufiger Fehler: Vielen Kandidaten geht nach etwa einer Minute der Gesprächsstoff aus, und es entsteht eine lange Stille. Kann man die 2 Minuten nicht füllen, wirkt sich das stark auf die Bewertung von Flüssigkeit und Kohärenz aus.
Korrektur:
Häufiger Fehler: Beim Versuch, den Vortrag auszubauen, weicht man stark von den Vorgaben der Cue Card ab. Das senkt den Erfüllungsgrad der Aufgabe.
Korrektur:
Häufiger Fehler: In der irrigen Annahme, „schwierige Wörter bringen eine hohe Punktzahl“, verwendet man ungewohnte akademische Wörter im Übermaß, was zu einem unnatürlichen Vortrag führt.
Korrektur:
Häufiger Fehler: Spricht man einfach, wie es einem in den Sinn kommt, gerät die Reihenfolge durcheinander und es entsteht keine klare Struktur.
Korrektur:
Häufiger Fehler: In der 1-minütigen Vorbereitungszeit verstummt man und geht ohne nennenswerte Notizen in den Ernstfall.
Korrektur:
Häufiger Fehler: Konzentriert man sich zu sehr darauf, lange zu sprechen, verschwindet die Modulation der Stimme und es klingt wie mechanisches Vorlesen.
Korrektur:
Bei Part 3 des IELTS Speaking führt man mit dem Prüfer eine Diskussion zu abstrakten, gesellschaftlichen Themen. Da mehr Logik und Wortschatz gefragt sind als bei Part 2, stolpern hier viele Kandidaten.
Häufiger Fehler: Man beendet die Antwort auf eine Frage nur mit „Yes, it is.“ oder „No, I don’t think so.“. Das zeigt zwar die Meinung, lässt aber keine ausreichende Sprachkompetenz erkennen.
Korrektur:
Häufiger Fehler: Reiht man nur spontane Ideen aneinander, wird die Antwort zerfahren. Fehlt die logische Konsistenz, sinkt die Bewertung von „coherence“ (Kohärenz).
Korrektur:
Häufiger Fehler: Man missversteht eine abstrakte Frage (z. B. „Wie beeinflusst Bildung die künftige Karriere?“) und antwortet in eine völlig andere Richtung.
Korrektur:
Häufiger Fehler: In dem Gedanken „Bei Part 3 muss ich anspruchsvollen Wortschatz verwenden“ setzt man ungewohnte Wörter erzwungen ein, was zu unnatürlichem Englisch führt.
Korrektur:
Häufiger Fehler: Man nennt nur Fakten, ohne persönliche Meinung oder Nuance zu vermitteln. Für den Prüfer klingt das wie eine „bloße Aufzählung von Informationen“.
Korrektur:
Häufiger Fehler: Beim Versuch, Ideen auszubauen, entfernt man sich zu weit vom Kernthema. Am Ende bleibt die Antwort unstrukturiert, was die Bewertung senkt.
Hier fassen wir typische Fehler zusammen, die vielen Kandidaten durchgängig in Part 1 bis 3 begegnen, und stellen jeweilige Verbesserungsmethoden vor.
Häufiger Fehler
Korrektur
Häufiger Fehler: Man verwendet stets nur Präsens oder einfache Sätze, wodurch die grammatikalische Bandbreite nicht erkennbar wird. Beispiel: „I go to school. I like English. It is good.“
Korrektur
Häufiger Fehler: Man wiederholt stets dieselben Wörter. Beispiel: „good, good, good“
Korrektur
Häufiger Fehler: Einem fällt keine Antwort ein und man schweigt mehrere Sekunden lang.
Korrektur
Häufiger Fehler: Man verwendet übermäßig Ausdrücke wie „gonna“, „wanna“, „cool“, „awesome“. In der Prüfung kann das als zu umgangssprachlich bewertet werden und die Punktzahl senken.
Korrektur
Häufiger Fehler: Antwortet man unsicher mit leiser Stimme, denkt der Prüfer „nicht flüssig“.
Korrektur
Häufiger Fehler: Man spricht monoton wie im Deutschen, wodurch die englische Intonation und der Rhythmus nicht vermittelt werden.
Korrektur
Speaking verbessert sich nicht durch Wissen allein. Tatsächlich laut zu üben und Fehler kontinuierlich zu korrigieren, ist der schnellste Weg zur Punktesteigerung. Hier stellen wir für IELTS Speaking spezialisierte, effektive Übungsmethoden vor.
IELTS Speaking prüft nicht nur, „ob man Englisch sprechen kann“, sondern misst, ob man die eigenen Gedanken klar vermitteln und natürlich sowie kohärent kommunizieren kann. Viele Kandidaten neigen zu gemeinsamen Fehlern wie zu kurzen Antworten, unnatürlichen auswendig gelernten Ausdrücken, unklarer Aussprache oder logischen Brüchen.
Doch diese Fehler sind kein „Talent“, sondern lassen sich mit der richtigen Strategie und Übungsmethode verbessern. Setzt man die in diesem Artikel vorgestellten Korrekturen um, kann man Schwächen Schritt für Schritt überwinden. Beispiele wie das Nutzen des Rahmens „Meinung + Grund + Beispiel + Zusammenfassung“ zum Erweitern der Antwort, die 5-W-1-H-Methode bei der Cue Card oder das Ordnen der Logik mit Verbindungsausdrücken bei Part 3 lassen sich sofort umsetzen.
Auch Details wie Aussprache, Grammatik und Wortschatzeinsatz lassen sich durch Aufnahmeübung, Probeinterviews, den Einsatz von KI-Tools sowie einfache tägliche Gewohnheiten wie Selbstgespräche und Tagebuchschreiben verbessern. Wichtig ist, Fehler nicht zu fürchten, kontinuierlich zu üben und sich jedes Mal der Verbesserungspunkte bewusst zu sein.
Letztlich sind es nicht die Kandidaten mit perfektem Englisch, die die höchste Punktzahl erzielen. Vielmehr sind es diejenigen, die „den Sinn der Prüfung verstehen und ihr eigenes Englisch maximal effektiv vermitteln können“. Wenn auch Sie die in diesem Artikel vorgestellten Fehler und Korrekturmethoden beherzigen, können Sie selbstbewusst zum IELTS Speaking antreten und Ihrer Zielpunktzahl einen Schritt näherkommen.
Was sind häufige Fehler bei IELTS Speaking?
Die häufigsten Fehler von Kandidaten sind zu kurze Antworten, übermäßiger Gebrauch auswendig gelernter Phrasen, unklare, schwer verständliche Aussprache, Abschweifen vom Thema sowie das Vermeiden komplexer Grammatik und Wortschatz zugunsten einfacher Ausdrücke. Auch durch Nervosität bedingte Stille oder das Missverständnis, „man müsse die richtige Antwort sagen“, sind häufig zu beobachten. Diese Fehler lassen sich vermeiden, wenn man die Strategie versteht.
Wie lang sollte man Fragen in Part 1 beantworten?
Idealerweise etwa 2–4 Sätze. Nennen Sie zunächst „Ja/Nein“ oder Ihre Meinung, ergänzen Sie mit einem Satz den Grund und fügen Sie zuletzt kurz ein konkretes Beispiel an – so entsteht eine gute Balance. Beispiel: „Ja, ich lese oft Bücher. Weil es mir hilft, mich nach der Arbeit zu entspannen. Gestern Abend habe ich eine Kurzgeschichte gelesen.“ – so reicht die Antwort aus.
Darf man den Prüfer bitten, die Frage zu wiederholen?
Selbstverständlich ist das möglich. IELTS ist kein Wissenstest, sondern bewertet die Kommunikationsfähigkeit. Wenn Sie etwas nicht verstehen, führt eine Nachfrage wie „Entschuldigung, könnten Sie das bitte wiederholen?“ oder „Bedeutet diese Frage …?“ zu einer besseren Bewertung als Schweigen.
Wie vermeidet man, dass die Antwort auswendig gelernt klingt?
Lernen Sie nicht ganze Sätze auswendig, sondern bereiten Sie themenbezogene Stichworte und Phrasen als „Schublade“ vor. Wichtig ist, im Ernstfall mit eigenen Worten zu antworten. Statt „I have always been passionate about…“ wörtlich zu memorieren, bereiten Sie die Idee vor, frei über Ihr Interesse an einem bestimmten Thema zu sprechen.
Was sind Tipps, um die Cue Card in Part 2 gut zu meistern?
Es ist wirksam, in der 1-minütigen Vorbereitungszeit mit 5-W-1-H (Wer, Was, Wann, Wo, Warum, Wie) Notizen zu machen. Halten Sie den Aufbau einfach: Einleitung → Details → Gefühl oder Grund → Zusammenfassung erleichtert es, die 2 Minuten zu füllen. Weichen Sie ab, ist der Trick, mit „Deshalb ist diese Erfahrung besonders unvergesslich“ zum Thema zurückzukehren.
Ich schweife ab, weil ich versuche, lange zu sprechen. Was kann ich tun?
Nutzen Sie das O-R-E-C-Framework „Meinung → Grund → Beispiel → Fazit“. Auch kurz gehalten fügt sich das logisch zusammen. Möchten Sie die Antwort erweitern, reicht es, „als weiterer Aspekt…“ hinzuzufügen.
Was ist wichtiger: Flüssigkeit oder grammatikalische Genauigkeit?
Beides ist wichtig, doch kleinere Grammatikfehler führen nicht zu großem Punktabzug. Vielmehr wird ohne Unterbrechung weiterzusprechen bei der Flüssigkeit bewertet. Da die Punktzahl aber nicht steigt, wenn man überhaupt keine komplexe Grammatik verwendet, sollten Sie Konditionalsätze oder Relativpronomen natürlich einbeziehen.
Sollte man Füllwörter (Verbindungsausdrücke) verwenden?
Sie sollten wirksam eingesetzt werden. Mit „Well, let me think…“ oder „That’s a good question.“ gewinnen Sie natürlich Bedenkzeit. Bei Übermaß wirkt es jedoch unnatürlich, beschränken Sie sich auf 1–2 Mal pro Antwort.
Führt schlechte Aussprache zu starkem Punktabzug?
Ein Akzent ist kein Problem. Wichtig ist „Klarheit“. Wenn Sie Konsonanten und Vokale klar aussprechen und der Satzintonation Kontur geben, wird es leichter verständlich. Mit fortgesetztem Shadowing und Lautleseübungen ist eine Verbesserung möglich.
Wie erweitert man den Wortschatz?
Es empfiehlt sich, nicht einzelne Wörter isoliert zu lernen, sondern themenbezogen „Sets verwendbarer Ausdrücke“ zu lernen. Übt man beispielsweise beim Thema Umwelt Phrasen wie „renewable energy“, „carbon emissions“, „environmental awareness“ gemeinsam, kann man sie in der Prüfung natürlich einsetzen.
Wie geht man mit abstrakten Fragen in Part 3 um?
Bei abstrakten Fragen erleichtert der Ablauf „Gesamtbild → Grund → konkretes Beispiel → Fazit“ die Ordnung. Nennen Sie zunächst die grobe Meinung, führen Sie zwei Gründe an, stellen Sie danach ein konkretes Beispiel vor und fassen Sie am Ende zusammen – so klingt es logisch. Der aktive Einsatz von Konjunktionen (Firstly, However, Overall usw.) unterstreicht die Kohärenz.
Was tun, wenn man in Stille verfällt?
Vermeiden Sie es, völlig zu verstummen. Nutzen Sie Verbindungsausdrücke wie „That’s interesting. Let me think.“ und überbrücken Sie die Pause auf natürliche Weise, indem Sie Ihre Gedanken laut äußern. Auch das Umformulieren der Frage mit „So, you’re asking about…“ ist wirksam.
Was sollte man am Tag vor der Prüfung tun?
Vermeiden Sie es, neue Wörter oder Ausdrücke auswendig zu lernen, und wiederholen Sie leicht bisherige Notizen und häufige Themen. Es empfiehlt sich, einmal einen Probetest zu machen und mit einem guten Gefühl abzuschließen. Am wichtigsten ist ausreichender Schlaf und entspannt zur Prüfung anzutreten.
Was ist abschließend der wichtigste Punkt zur Punktesteigerung?
IELTS Speaking ist keine Prüfung, bei der man „die richtige Antwort sagen“ muss, sondern eine, bei der man „mit Englisch die eigenen Gedanken vermittelt“. Am wichtigsten ist, ohne Angst vor Fehlern weiterzusprechen und es sich zur Gewohnheit zu machen, die Antwort zu erweitern. Verinnerlicht man im täglichen Training den Ablauf „Meinung → Grund → Beispiel → Zusammenfassung“, kann man selbstbewusst zur Prüfung antreten.
Mit Einzelunterricht und Prüfungssimulationen im echten Testformat unterstützen wir Sie dabei, Ihre Zielpunktzahl auf dem kürzesten Weg zu erreichen.