

Part 2 des IELTS Speaking Tests ist einer der Teile, die Prüflinge am meisten nervös machen. Anhand einer vom Prüfer erhaltenen Themenkarte muss man sich eine Minute lang vorbereiten und anschließend zwei Minuten lang eine Rede halten. Da man in kurzer Zeit einen Aufbau entwickeln und flüssig eigene Meinungen und Erfahrungen ausdrücken muss, empfinden viele Menschen das als schwierig.
Wenn man jedoch im Voraus das Muster einer Rede versteht und übt, kann jeder damit umgehen. In diesem Artikel erklären wir verständlich die Grundregeln von Part 2, eine wirksame Aufbaumethode, um die zwei Minuten zu bewältigen, nützliche Phrasen sowie konkrete Redebeispiele.
IELTS Speaking Part 2 hat innerhalb der Prüfung ein eigenständiges Format. Hier ordnen wir Ablauf und Regeln.
Die in IELTS Speaking Part 2 gestellten Themen sind vor allem vertraute, leicht zu beantwortende Inhalte. Fachwissen oder anspruchsvoll akademische Inhalte werden nicht abgefragt.
Um die zweiminütige Rede stabil zu halten, ist es hilfreich, ein einfaches Muster (Framework) zu haben. Hier stellen wir einen vierstufigen Aufbau vor.
⏱ Richtwert: 15–20 Sekunden
⏱ Richtwert: 20–30 Sekunden
⏱ Richtwert: 60–80 Sekunden
⏱ Richtwert: 15–20 Sekunden
In Part 2 gibt es vor der Rede nur eine Minute Vorbereitungszeit. Wie Sie diese kurze Zeit nutzen, verändert erheblich, wie leicht Ihnen das Sprechen fällt.
Auf der Karte stehen normalerweise 3–4 Fragen. ➡ Wenn Sie zu jeder einen Antworthinweis notieren, kommen Sie während der Rede nicht ins Zögern.
Wenn Sie feste Ausdrücke für „Einleitung“, „Verbindung“ und „Zusammenfassung“ kennen, gewinnen Sie in der Vorbereitungsphase mehr Sicherheit.
In Part 2 ist es beruhigend, „Muster-Phrasen“ zu kennen, um einen Fluss zu erzeugen. Besonders bei Einleitung, Entwicklung und Zusammenfassung nützliche Ausdrücke stellen wir hier vor.
Describe a memorable trip you had. You should say:
*„I'd like to talk about a trip I took to Kyoto, Japan, about two years ago.I went there with two of my close friends during our university vacation, and we stayed for about a week.
During the trip, we visited a lot of famous temples, enjoyed traditional Japanese food, and walked around the beautiful streets of Gion. One highlight was seeing the autumn leaves at Kiyomizu-dera Temple, which was absolutely breathtaking.
This trip was memorable because it was the first time I had traveled abroad without my family. I learned how to plan everything by myself, and it gave me a strong sense of independence. It also brought me closer to my friends since we shared so many wonderful experiences together.
Overall, that trip gave me not only beautiful memories but also more confidence in myself.“*
Wenn Sie diesem Fluss folgen, lässt sich das auch auf andere Themen übertragen.
IELTS Speaking Part 2 ist für Prüflinge eine große Hürde, doch mit der richtigen Vorbereitung und wiederholtem Üben lässt sie sich sicher meistern.
Wichtig ist nicht „perfektes Englisch“, sondern „ohne Unterbrechung die eigene Geschichte zu vermitteln“. Wenn Sie wiederholt üben und einen eigenen Episodenvorrat aufbauen, können Sie mit jedem Thema umgehen.
Wenn Sie selbstbewusst sprechen können, führt das auch zu Part 3 und wirkt sich direkt auf die Gesamtpunktzahl beim Speaking aus.
Beträgt die Vorbereitungszeit bei IELTS Speaking Part 2 nur eine Minute? Was sollte man tun?
Ja, die Vorbereitung dauert eine Minute. Schreiben Sie keine vollständigen Sätze, sondern notieren Sie nur 3–4 Schlüsselwörter stichpunktartig (Beispiel: time/place/people/highlight/lesson). Wenn Sie zu jeder Frage der Karte einen Hinweis notieren, geraten Sie nicht ins Zögern.
Wird abgezogen, wenn ich nicht genau zwei Minuten spreche?
Sie müssen nicht genau zwei Minuten sprechen. Wichtig ist, mindestens eine Minute lang natürlich weiterzusprechen, bis der Prüfer Sie unterbricht. Wenn zwischendurch „Thank you“ gesagt wird, ist das ein Zeichen, dass ausreichend Bewertungsmaterial gesammelt wurde.
Ist es von Nachteil, wenn ich nicht alle Punkte der Karte anspreche?
Es führt nicht zu großem Punktabzug, kann aber unter dem Gesichtspunkt von Kohärenz und Inhaltsreichtum leicht negativ wirken. Sicherer ist es, zunächst anzukündigen: „Heute konzentriere ich mich vor allem auf A und B“ und mit den wichtigsten Punkten zu beginnen.
Muss der Inhalt der Rede der Wahrheit entsprechen? Ist eine erfundene Geschichte tabu?
Auch kreative Antworten sind beim Speaking zulässig. Eine glaubwürdige Ausschmückung ist kein Problem. Wichtig sind Flüssigkeit, Kohärenz sowie Breite von Wortschatz und Grammatik.
Kann ich ein auswendig gelerntes Skript unverändert vortragen?
Vermeiden Sie reines Auswendiglernen. Ein auswendig klingender Tonfall beeinträchtigt Flüssigkeit und Natürlichkeit und birgt das Risiko, Inhalte zu erzählen, die nicht zur Frage passen. Effektiv ist es, nur das Muster (Einleitung → Hintergrund → Details → Zusammenfassung) und allgemein anwendbare Phrasen zu lernen.
Welche „Übergangsausdrücke“ helfen, wenn ein Schweigen droht?
Beispiel: „Let me think for a second.“ / „First of all…“ / „Another memorable moment was…“ / „What impressed me most was…“. Kurze Füllwörter sind wirksam, um den Fluss aufrechtzuerhalten.
Sollte man schwierige Wörter verwenden? Ist auch mit einfachem Wortschatz eine hohe Punktzahl möglich?
Natürlicher, präzise einsetzbarer Wortschatz hat oberste Priorität. Statt sich auf schwierige Wörter zu verlassen, wird eher die Breite bei Kollokationen und Umformulierungen bewertet (really exciting → absolutely thrilling / very helpful → incredibly useful).
Ich habe Angst vor Grammatikfehlern. Wie ist das Verhältnis zur Flüssigkeit?
Machen Sie sich wegen kleiner Fehler keine zu großen Sorgen. Wichtiger ist es, ohne Unterbrechung weiterzusprechen. Selbstkorrektur wird ebenfalls bewertet („It was happen—sorry, it happened last year.“).
Wie stark beeinflussen Aussprache oder Akzent die Bewertung?
Klarheit ist der Maßstab. Nicht das Vorhandensein eines Akzents, sondern ob Betonung, Intonation und Verbindungen gut verständlich sind, ist entscheidend. Üben Sie, in Chunks statt Wort für Wort zu sprechen.
Was ist der Richtwert für die Zeitaufteilung?
Einleitung 15 Sekunden → Hintergrund 20–30 Sekunden → Details 60–80 Sekunden → Zusammenfassung 15–20 Sekunden. Nutzen Sie beim Üben einen Timer und prägen Sie sich die Länge jedes Abschnitts ein.
Was tun, wenn mir kein Thema einfällt?
Verknüpfen Sie kleine Alltagserlebnisse mit einer „Erkenntnis“. Beispiel: der Park in der Nachbarschaft → Stressabbau und die Bedeutung von Gewohnheiten, eine Schulveranstaltung → Teamarbeit. Es ist hilfreich, im Voraus 3–5 „bewährte Episoden“ bereitzuhalten.
Muss man die Reihenfolge der Fragen auf der Karte unbedingt einhalten?
Es wird empfohlen, aber Sie dürfen die Reihenfolge zugunsten eines natürlichen Flusses leicht ändern. Zeigen Sie mit Bindewörtern den roten Faden auf, damit der Zuhörer folgen kann („First… Next… Finally…“).
Welche Zeitform sollte man verwenden?
Das Ereignis wird grundsätzlich in der Vergangenheitsform erzählt. Bei der Hintergrunderklärung mit Verlaufsform der Vergangenheit, bei Ergebnis oder Auswirkung mit Present Perfect und bei allgemeinen Fakten mit Präsens – der Wechsel der Zeitformen wird positiv bewertet.
Wie viele konkrete Beispiele braucht man?
Mindestens zwei konkrete Details werden empfohlen (Ort, Person, Handlung, Gefühl, Zahl, Beschreibung). Fügen Sie neben „was Sie getan haben“ in einem Satz auch „warum es wichtig ist“ hinzu, um abzurunden.
Meine Stimme wird vor Nervosität leise… Was tun?
Atmen Sie vor Beginn tief durch und bereiten Sie den ersten Satz fast auswendig vor („I'd like to talk about …“). Setzen Sie sich nicht zu tief, blicken Sie in Richtung der Augen des Gegenübers und sprechen Sie in Abschnitten (Chunks).
Wie geht man vor, wenn Zeit übrig bleibt oder fehlt?
Bleibt Zeit übrig, fügen Sie „Gefühl“, „Erkenntnis“ oder „Vergleich“ hinzu („Another reason it was special was …“). Reicht die Zeit nicht, schließen Sie mit einer Zusammenfassung ab („To sum up, it made me more confident.“).
Wie viel Übung braucht man, um Wirkung zu zeigen?
Wenn Sie pro Thema 2–3 Aufnahmeübungen an 3–4 Tagen pro Woche insgesamt 2–3 Wochen fortsetzen, stabilisieren sich Zeitgefühl und Flüssigkeit. Hören Sie die Aufnahme unbedingt erneut an und notieren Sie Stellen, an denen Sie stocken, sowie überflüssige Ausdrücke, um sie zu verbessern.
Beeinflusst der Inhalt von Part 2 Part 3?
Ja. Part 3 neigt dazu, das Thema von Part 2 zu verallgemeinern und zu vertiefen. Wenn Sie am Ende von Part 2 einen Satz mit „Erkenntnis“ oder „gesellschaftlicher Perspektive“ einbauen, schlagen Sie eine Brücke zu Part 3.
Was, wenn das Thema für mich schwierig ist?
Der Trick ist, es zunächst zuzugeben und dann zu einer nahen Erfahrung zu wechseln, etwa mit „If I'm honest, I don't usually …, but recently I tried … and I realized …“.
Sollte man Vergleiche oder Metaphern verwenden?
Eine angemessene Metapher verleiht dem Ausdruck mehr Breite („The view was like a painting.“). Übertreiben Sie nicht, sondern setzen Sie sie an einer prägnanten Stelle ein.
Sollten Notizen auf Englisch geschrieben werden? Oder in der Muttersprache?
Englisch wird empfohlen, doch wenn Sie sich sofort erinnern können, sind auch muttersprachliche Schlüsselwörter in Ordnung. Sprechen Sie unbedingt auf Englisch und betrachten Sie die Notiz nur als visuellen Anker.
Gibt es eine Checkliste, die direkt mit den Bewertungskriterien verbunden ist?
① Ohne Unterbrechung gesprochen? ② Ein logischer Fluss vorhanden? ③ Angemessene Umformulierungen des Wortschatzes verwendet? ④ Grammatikbreite (Zeitform, Relativsätze, Bindewörter) gezeigt? ⑤ Klare Aussprache? Bewerten Sie sich nach der Aufnahme anhand dieser fünf Punkte selbst.
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